Besuch des Erdgasspeicherwerks in Wolfersberg Auszug aus dem Energienutzungsplan (ENP), Gemeindesteckbrief Oberpframmern, S. 127: „Der Anteil erneuerbarer Energie an der Stromversorgung liegt nur bei unterdurchschnittlichen 13,3 %. - begründet ist dies vor allem durch den hohen Stromverbrauch der Gasspeicheranlage im Norden des Gemeindegebietes“.

Mit dieser Aussage war für den AK Energie Oberpframmern der Anstoß gegeben, die Industrieanlage der DEA Deutsche Erdöl AG (Eigentümer und Betreiber) unweit des Gewerbegebiets Aichs näher kennenzulernen.

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Bild 1: Die AK Energie-Besuchsdelegation auf dem Standort Wolfersberg

Für unsere Aktion "Wir öffnen unsere Türen für die Energiewende" haben wir für jedes Haus einen Steckbrief erstellt, der die klimafreundlichen Technologien hervorhebt und beschreibt. Sie können sich diese Steckbriefe bei den einzelnen Häusern bei einem Besuch mitnehmen. Wir haben die Steckbriefe aber auch hier zum Download zur Verfügung gestellt.

 

  Pohl Dannemann Pelz Zankl Friedberger Kast Huber
Photovoltaik                
Solarthermie              
Holzpelletheizung              
Hackschnitzelheizung              
Stückholzheizung              
Blockheizkraftwerk              
Erdwärme              
Wärmedämmung              
Lüftungsanlage              
Flachdachbegrünung              
Plusenergiehaus              
Altbausanierung              
               
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Ende Januar war er fertig - der Energienutzungsplan, der auf einer umfassenden Datenerhebung und Analyse der Energieverbräuche und -bedarfe in allen Landkreisgemeinden beruht und im Detail Chancen und Möglichkeiten aufzeigt, wie die Energiewende vor Ort zu schaffen ist.

"Das Ziel, die globale Erwärmung des Klimas zu begrenzen, ist erreichbar, wenn die Gemeinden, die Bürger und Gewerbebetriebe durch die konsequente Erschließung der Potenziale mit großen und mutigen Schritten vorangehen," so Landrat Robert Niedergesäß im Vorwort der umfangreichen Ausarbeitung.

Für jede Landkreisgemeinde wurde ein eigener Steckbrief erstellt, der die Detailergebnisse pro Gemeinde anschaulich zusammengestellt, erläutert und interpretiert. Darauf aufbauend erhielt jede Gemeinde in diesen Steckbriefen eine priorisierte Liste mit möglichen Maßnahmen auf Gemeinde- und Kreisebene.

Der Arbeitskreis Energie traf sich Anfang Februar zu einem Workshop. Ziel war auf der Grundlage des Energienutzungsplanes und insbesondere des Oberpframmerner Gemeindesteckbriefes die vorgeschlagenen Maßnahmen zu bewerten, zu priorisieren und konkrete Handlungsschritte sowie Empfehlungen für den Oberpframmerner Gemeinderat zu erarbeiten.

Das Ergebnis des Workshops, vertieft und weiterverfolgt in den Arbeitskreistreffen, stellte das Vorstandsteam am 22. Juni dem Gemeindrat vor. Die Präsentation sehen sie hier.

Es werden viele Schritte notwendig sein, kleine und große, die bisweilen auch Mut zur Veränderung erfordern. Gemeinsam, mit vereinten Kräften, mit einem klaren Ziel und der Einsicht in die Notwendigkeit werden wir es schaffen! Der Arbeitskreis wird sich nach besten Kräften für die Umsetzung von Energieeinsparungen, Effizienzsteigerung und die Umrüstung auf Erneuerbare Energien einsetzen!

Der Kirchturm von Oberpframmern ist weithin sichtbar - und besonders imposant wirkt er, wenn er nachts angestrahlt wird. Drei Halogenstrahler waren dafür im Einsatz mit einer Gesamtleistung von 1200 Watt. Auch wenn die Beleuchtung nur jeweils von Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht (im Winter) bzw. 1 Uhr (im Sommer) eingeschaltet wird, summierte sich der Verbrauch auf etwa 1500 Kilowattstunden im Jahr.

2014-07-09 Kirchenbeleuchtung Test

2015-08-11 Montage Kirchenbeleuchtung

Kirchenbeleuchtung LED und Halogen

Linkes Bild: Beim "Probeleuchten", Mitte: LED-Leuchte (links) kontra Halogenstrahler (rechts), rechtes Bild: Montage mit Unterstützung der Glonner Feuerwehr

 

Im Juli dieses Jahres ging die Photovoltaikanlage auf dem Sportheim Oberpframmern in Betrieb. Seitdem wird etwa 30% des Stromverbrauchs der Gaststätte vor Ort regenerativ erzeugt. Das erspart im Jahr zirka 11.000 kg CO2 – ein kleiner, aber wichtiger Betrag zum Klimaschutz bei einer Investition, die sich in weniger als 10 Jahren durch die Einsparung an Stromkosten amortisiert haben wird.

Doch es geht noch mehr, dachten sich der Wirt Georg Riedhofer, Bürgermeister Andreas Lutz und Ewald Sutor, Elektroingenieur aus Oberpframmern und Experte auf dem Gebiet von LED-Technologien und Halbleiterbauelementen. Schnell entschlossen setzten sie ein kleines, aber feines Projekt zur Energieeinsparung um. Insgesamt 15 Leuchten sorgen im Gastraum und Nebenzimmer für das rechte Licht, bisher mit Hilfe von Energiesparlampen mit einer Gesamtleistung von 300 Watt