Ende Januar war er fertig - der Energienutzungsplan, der auf einer umfassenden Datenerhebung und Analyse der Energieverbräuche und -bedarfe in allen Landkreisgemeinden beruht und im Detail Chancen und Möglichkeiten aufzeigt, wie die Energiewende vor Ort zu schaffen ist.

"Das Ziel, die globale Erwärmung des Klimas zu begrenzen, ist erreichbar, wenn die Gemeinden, die Bürger und Gewerbebetriebe durch die konsequente Erschließung der Potenziale mit großen und mutigen Schritten vorangehen," so Landrat Robert Niedergesäß im Vorwort der umfangreichen Ausarbeitung.

Für jede Landkreisgemeinde wurde ein eigener Steckbrief erstellt, der die Detailergebnisse pro Gemeinde anschaulich zusammengestellt, erläutert und interpretiert. Darauf aufbauend erhielt jede Gemeinde in diesen Steckbriefen eine priorisierte Liste mit möglichen Maßnahmen auf Gemeinde- und Kreisebene.

Der Arbeitskreis Energie traf sich Anfang Februar zu einem Workshop. Ziel war auf der Grundlage des Energienutzungsplanes und insbesondere des Oberpframmerner Gemeindesteckbriefes die vorgeschlagenen Maßnahmen zu bewerten, zu priorisieren und konkrete Handlungsschritte sowie Empfehlungen für den Oberpframmerner Gemeinderat zu erarbeiten.

Das Ergebnis des Workshops, vertieft und weiterverfolgt in den Arbeitskreistreffen, stellte das Vorstandsteam am 22. Juni dem Gemeindrat vor. Die Präsentation sehen sie hier.

Es werden viele Schritte notwendig sein, kleine und große, die bisweilen auch Mut zur Veränderung erfordern. Gemeinsam, mit vereinten Kräften, mit einem klaren Ziel und der Einsicht in die Notwendigkeit werden wir es schaffen! Der Arbeitskreis wird sich nach besten Kräften für die Umsetzung von Energieeinsparungen, Effizienzsteigerung und die Umrüstung auf Erneuerbare Energien einsetzen!

 

Im Juli dieses Jahres ging die Photovoltaikanlage auf dem Sportheim Oberpframmern in Betrieb. Seitdem wird etwa 30% des Stromverbrauchs der Gaststätte vor Ort regenerativ erzeugt. Das erspart im Jahr zirka 11.000 kg CO2 – ein kleiner, aber wichtiger Betrag zum Klimaschutz bei einer Investition, die sich in weniger als 10 Jahren durch die Einsparung an Stromkosten amortisiert haben wird.

Doch es geht noch mehr, dachten sich der Wirt Georg Riedhofer, Bürgermeister Andreas Lutz und Ewald Sutor, Elektroingenieur aus Oberpframmern und Experte auf dem Gebiet von LED-Technologien und Halbleiterbauelementen. Schnell entschlossen setzten sie ein kleines, aber feines Projekt zur Energieeinsparung um. Insgesamt 15 Leuchten sorgen im Gastraum und Nebenzimmer für das rechte Licht, bisher mit Hilfe von Energiesparlampen mit einer Gesamtleistung von 300 Watt

Wer von Putzbrunn aus auf Oberpframmern zufährt, wird die Veränderung gleich sehen: Auf dem Dach des Edeka-Marktes wurden Photovoltaikmodule installiert.

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Ölwechsel Titel
Wir tanken Ölprodukte zum Autofahren, viele heizen (noch) mit Öl. Wo aber steckt eigentlich noch überall Öl drin?

In einer sehr anschaulichen und leicht verständlichen Broschüre im Pixibuch-Format hat die BUND-Jugend viele Hintergrundinformationen über die Welt des Öls zusammengetragen. Und die Autoren zeigen Handlungsalternativen auf, wie jeder seinen persönlichen Ölwechsel gestalten kann. Lesen Sie online über Ölwechsel! Von Sofas, Sonnenbrillen und Schallplatten

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Der Landkreis Ebersberg hat mit seinem zweistufigen Genossenschaftsmnodell gute Voraussetzungen geschaffen,  um Bürgern und Kommunen die Beteiligung an Projekten zur Umsetzung der Energiewende im Landkreis zu ermöglichen. Dabei geht es um ökonomisch tragfähige Projekte zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung.

Vier Wochen lang waren ausschließlich die Glonner Bürger berechtigt, für die Photovoltaikanlage auf den Dächern rund um das Klärwerk Glonn Darlehensanteile zu zeichnen - und fast hätten die Glonner es alleine geschafft. Als alle Landkreisbürger in der Nacht vom 10. auf den 11. Mai zum Zeichnen freigeschaltet wurden, dauerte es nur wenige Minuten, bis die gesamte Zeichnungssumme von 83.000 € erreicht war.

Am 30. Mai 2014 wird bereits die Einweihung gefeiert. Feiern Sie mit - siehe Einladung

Für alle, die diesmal nicht dabei sein konnten, bleibt die Hoffnung auf die kommenden Projekte der Energiegenossenschaften im Landkreis.

Alle Details zu dem ersten Projekt "Photovoltaik Kläranlage Glonn" finden Sie hier