Der Anstieg von Treibhausgasen geht ungebremst weiter. Die Marke von 400 CO2-Partikeln pro einer Million Luftteilchen (ppm) wurde bereits vor drei Jahren durchbrochen. Der jährlich im Mai erreichte Spitzenwert liegt jetzt bei erschreckenden 405,5 ppm.

Viele reden von der notwendigen Energiewende, doch es passiert viel zu wenig. Das ist umso dramatischer, weil wir einerseits das Wissen und andererseits die Möglichkeiten - technisch als auch wirtschaftlich - haben.

Selbst die großen Energieerzeuger haben inzwischen erkannt, dass die Zukunft der Energiewirtschaft in der dezentralen Energieerzeugung liegt.

Fakt ist: Die erneuerbaren Energien tragen einen nicht unerheblichen Anteil zum Wirtschaftswachstum bei. Es sind in diesem Bereich über 300.000 Arbeitsplätze entstanden. Die Stromgestehungskosten bei Photovoltaik und Wind Onshore liegen bereits unter den Gestehungskosten von neu gebauten fossilen und atomaren Kraftwerken.
Fakt ist auch: Die 10-H-Regelung hat den Ausbau der Windkraft in Bayern faktisch zum Erliegen gebracht. Doch können wir, wenn wir die zwingend notwendige Abkehr von fossilen und nuklearen Brennstoffen erreichen wollen, auf (dezentrale) Windkraft verzichten?
 
Die Energiewende Vaterstetten hat zum Thema Windkraft ein Faktenpapier komplett überarbeitet und an die neuesten Erkenntnisse angepasst. Unter Einbeziehung wissenschaftlicher Studien werden auch Themen wir Infraschall, Schattenwurf, Landverbrauch, Bedrohung von Vögeln und Fledermäusen bis hin zu Immobilienpreisen und Landschaftsbild sowie viele weitere Aspekte verständlich und fundiert dargestellt. Absolut lesenswert!
 

Bereits im November 2016 veröffentlichte das Umweltbundesamt (UBA) die Studie „Mögliche gesundheitliche Effekte von Windenergieanlagen“.

Die Studie untersucht umfassend die Auswirkungen von Windenergieanlagen (WEA): sowohl hörbaren Schall als auch tieffrequenten, nicht hörbaren Schall ("Infraschall"), Schattenwurf und Stroboskopeffekt, Lichtemissionen, Eiswurf und indirekte Wirkungen durch subjektive Wahrnehmungen. Dazu trug das UBA die Ergebnisse mehrerer Studien zusammen und kam zu dem Schluss, dass insgesamt gesehen für den Schutz der menschlichen Gesundheit bereits die meisten Probleme gelöst worden sind:

Die Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Ebersberg haben einen gemeinsamen sachlichen Teilflächennutzungsplan zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windkraftanlagen aufgestellt. Hierbei wurden anhand von verschiedenen Kriterien mögliche Standorte für Windkraftanlagen ermittelt und ausgewiesen. Ziel ist es, Windkraftanlagen möglichst konzentriert an günstigen Standorten zu bauen, sodass eine "Verspargelung" der Landschaft verhindert wird.

Auf ersten Karte sehen Sie die geplanten Konzentrationsflächen farbig schraffiert eingezeichnet. Die zweite Karte zeigt die privilegierten Flächen, also diejenigen Flächen, die ohne eine Konzentrationsflächenplanung für Windkraft ausgewiesen werden könnten.

Weitere Informationen zur Windenergie im Landkreis Ebersberg finden Sie auf den Seiten des Landkreises (http://energiewende-ebersberg.de/Windkraft.html).

Das Unternehmen Green City Energy, das einen Windpark im Ebersberger Forst plant, führt dort seit März 2013 eine Windmessung durch. Damit sollen belastbare Daten zur Wirtschaftlichkeit des geplanten Windparks gewonnen werden. Die Messung des Windes erfolgt in 140 m Höhe, also in Nabenhöhe der geplanten Windkraftanlagen. Zusätzlich sind 6 weitere Windmessgeräte auf verschiedenen Höhen des Mastes angebracht, sowie drei Windrichtungs- und Temperatursensoren. Seit April 2013 ist außerdem ein Batcorder am Mast installiert, der die Fledermaustätigkeiten in der Umgebung misst.

Mit der Messung erfüllt Green City Energy die zentralen Forderungen der beteiligten Gemeinden, die auch auf den Bürgerversammlungen zu diesem Thema laut geworden sind. Ein zusätzlicher Vorteil der Messung ist, dass sie auch belastbare Daten für andere Projekte im Landkreis liefert.

Die am 28.11.2013 vorgestellten Zwischenergebnisse sind positiv: Mit einer bisher ausgewerteten Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,7 Metern pro Sekunde auf einer Messhöhe von 140 Metern ist der Standort nach aktuellem Stand und derzeitigen Rahmenbedingungen für einen wirtschaftlichen Betrieb von Windenergieanlagen geeignet.

Erfahren Sie mehr in der Pressemitteilung von Energiewende Ebersberg und Green City Energy.