2018 03 17 Plakat PV Bauhof Hebfeier

 

Mit den beiden Photovoltaikanlagen auf den Dächern des gemeindeeigenen Edeka-Marktes und des Sportheims hat die Gemeinde Oberpframmern jetzt mit einer weiteren Anlage auf dem Dach des Bauhofes bewiesen, dass es ihr ernst ist mit dem Klimaschutz in der Gemeinde.

Seit 2014 produzieren die ersten beiden Solaranlagen der Gemeinde sauberen Strom, der größtenteils direkt vor Ort verbraucht wird und so einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung in der Region leistet. Mit der neuen Anlage auf dem Dach des Bauhofes kommen nun weitere 20 Kilowatt (Peak) dazu. Am 17. März von 10.30 bis 12.00 Uhr sind alle Pframmerner Bürger herzlich eingeladen, vor dem Rathaus im Rahmen einer „PV-Hebfeier“ die Inbetriebnahme zu feiern.

Aller guten Dinge sind drei

Wie schon die beiden ersten Anlagen wird sich auch diese Investition voraussichtlich in weniger als 9 Jahren für die Gemeinde bezahlt machen. Der Beitrag für den Klimaschutz ist beachtlich: Durch die Anlagen auf dem Edeka-Markt und dem Sportheim werden bereits jährlich ca. 50 Tonnen CO2 eingespart - bei der neuen Anlage kommen nun pro Jahr weitere 13,3 Tonnen CO2-Einsparung dazu!

Als kürzlich die erste Runde der Grünen Hausnummern in Oberpframmern vergeben wurde – eine Auszeichnung für besonders klimaschutzbewusste Hauseigentümer und Betriebe – waren unter den ausgezeichneten Häusern sehr viele mit Solarenergienutzung, sowohl zur Strom- als auch zur Wärmeerzeugung. Dennoch ist noch viel „Luft nach oben“: Erst ein geringer Teil der nach dem Solarpotenzialkataster gut geeigneten Dächer werden tatsächlich bereits für die umweltfreundliche Energieerzeugung genutzt. Das Potenzial für die Abkehr von fossiler Energieerzeugung ist groß!

Genau da möchte nun die Gemeinde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Energie mit der „Solarinitiative Oberpframmern“ anschieben. Dazu wurden über 120 Oberpframmern Dächer mittels des Solarpotenzialkatasters, dem landkreisweit zur Verfügung stehenden Online-Tool, ausgewertet. In einem Anschreiben werden Hausbesitzer darüber informiert, wie Sie ihren Strom zum Teil selbst erzeugen und gleichzeitig daran verdienen können. Ziel ist, dass sich möglichst viele aktiv am Ziel des Landkreises Ebersberg, sich zu 100 % mit regenerativen Energien zu versorgen, beteiligen. „Durch gemeinschaftliche Anstrengung und mit Unterstützung unserer Bürger kann unsere Gemeinde einen großen Schritt in eine klimafreundliche, nachhaltige Zukunft gehen“, so Bürgermeister Andreas Lutz.

Information über das Solarpotenzial des eigenen Daches

In dem Anschreiben finden die Bürger eine Erstanalyse der Energieagentur Ebersberg-München für ihr Hausdach und wie wirtschaftlich dort eine Photovoltaikanlage ist. Die PV-Hebfeier bietet allen Interessierten eine gute Gelegenheit, mit Aktiven des Arbeitskreises Fragen zu diskutieren. Wie kann z.B. der Eigenverbrauch erhöht werden, wenn man zusätzlich noch in einen Stromspeicher investiert? Was ist die optimale Größe einer PV-Anlage, wenn ich in Zukunft auch ein Elektroauto mit eigenem Strom versorgen will? Vor Ort werden Solarmodule „zum Anfassen“ sowie auch eine sogenannte Guerilla-PV-Anlage sein, auch bekannt als Steckdosen- oder Balkonmodul. Im Nachgang können sich Interessierte auch an die Mitarbeiter der Energieagentur Ebersberg-München wenden und sich im Rahmen einer Impuls-Energie-Beratung kostenlos beraten lassen.

Bürgermeister Lutz setzt auf seine Mitbürger und hofft auf großes Interesse. Er ist überzeugt: „Die Energiewende wird in den Kommunen und von den Menschen selbst umgesetzt.“